Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fructosemalabsorbtion)


Fructose (Fruchtzucker) ist ein Einfachzucker der in Obst und Gemüse sowohl in freier Form, als auch in gebunder Form als Teil von Saccharose (Haushaltszucker) vorkommt. Bei Patienten mit Fructoseunverträglichkeit kann die freie Form der Fructose nicht bzw. nur unzureichend in den Blutkreislauf gelangen. Dieser gelangt in den Dickdarm, wird dort von Bakterien verstoffwechselt. Dies kann zu unangenehmen Blähungen und Durchfall führen.


Bei der Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fructosemalabsorption) kann dem Speisebrei im Dünndarm nicht genug Fructose entzogen werden und ein großer Teil der zugeführten Fructose gelangt in den Dickdarm. Dort wird die Fructose von Bakterien verstoffwechselt, was zu Gasbildung, Durchfall, Blähungen und/oder Schmerzen führen kann.


Gefahren

Bei hereditärer Fructoseintoleranz (erblich bedingt) kann die Fructose in der Leber nicht richtig abgebaut werden. Diese Blockade im Abbau kann andere Stoffwechselkreisläufe hemmen. Dies kann zu Unterzuckerung und langfristig zu Organschäden führen. Dieses Symptom zeigt sich ab dem ersten Kontakt mit Fruchtzucker.


Dauer

Die Symptome machen sich in der Regel innerhalb weniger Stunden nach dem Verzehr der fructosehaltigen Lebensmittel bemerkbar. Seltener sind Spätreaktionen, die 24 Stunden nach Verzehr auftreten.


Vorbeugende Maßnahmen

Eine Fructoseunverträglichkeit kann mit der Reduktion der zugeführten Fructose gemildert werden. Je geringer die konsumierte Fruchtzuckermenge umso geringer die Symptome. Wichtig: Die Fruchtzckerunverträglichkeit kann sich nach einer Karenzzeit von 4-6 Wochen wieder bessern.